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Nachtrag zu den Meldungen vom 31
Nachtrag zu den Meldungen vom 31. Oktober, Ziffer 1, und 1. November, Ziffer 1
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/12415/6381520 https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/12415/6381573
Die Polizei Köln zieht nach der vergangenen Halloween-Nacht eine erste vorläufige Bilanz.
Im Nachgang zu der angemeldeten Versammlung haben Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei Samstagnacht bis etwa 1.30 Uhr die Personalien von knapp 1000 Personen einer Gruppe festgestellt, aus der Vermummte Glasflaschen, Steine und Knallkörper gezielt auf die Einsatzkräfte geworfen hatten. Im Zuge dessen hatte die Polizei unter anderem Wasserwerfer eingesetzt.
Einsatzkräfte stellten bei den Kontrollen große Mengen an Stichwaffen, Nothämmer, selbstgebaute Pyrotechnik, Molotow-Cocktails, Schutzbrillen und Vermummungsmaterial sicher.
Ein 56-Jähriger soll noch im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt werden. Er hatte zunächst während der Kundgebung Polizisten beleidigt und bei der nachfolgenden Personalienfeststellung auf Einsatzkräfte eingeschlagen. In seinem Rucksack fanden die Beamten selbstgebaute Molotowcocktails und spitze Stichwaffen.
Einsatzleiter Martin Lotz fasst die Ereignisse zur Versammlung zusammen:
"Man muss klar differenzieren zwischen vielen friedlichen Versammlungsteilnehmenden und denen, die das Recht auf Versammlungsfreiheit unterwandert haben, Wir haben festgestellt, dass Personen nach Köln gekommen sind, um zu randalieren und die Versammlung als Deckmantel für Gewalt auszunutzen.
Die Art und Weise dieser Angriffe und die aufgefundene Vermummung und Bewaffnung deuten nicht auf eine spontane Eskalation, sondern auf ein gezieltes und offenbar vorbereitetes Vorgehen hin. Damit wird nicht nur die Sicherheit von Menschen gefährdet, sondern auch das Anliegen der friedlich Demonstrierenden in den Hintergrund gedrängt. Für die überwiegend friedlichen Menschen der Versammlung ist es bedauerlich, dass ihr Recht auf Meinungsfreiheit in diesem Maße missbraucht wurde."
Halloween-Nacht - Einsatzlage Innenstadt
Unabhängig von der Versammlungslage hat die Polizei Köln insbesondere ab Mitternacht in der Innenstadt und anderen Stadtteilen vermehrt größere randalierende Personengruppen von Jugendlichen und jungen Männern festgestellt. Nach derzeitigem Kenntnisstand bestehen zwischen den Gruppen und den Versammlungsteilnehmern kein Bezug. Aus diesen Gruppierungen heraus wurde unter anderem eine Fensterfront eines Geschäfts eingeschlagen und Müllcontainer in Brand gesetzt. Zahlreiche Personen zogen E-Scooter und andere Gegenstände für Barrikaden auf die Straßen. Einsatzkräfte schritten konsequent ein, unterbanden weitere Gewalt und nahmen mehrere aggressiv auftretende Männer in Gewahrsam.
Ob Wertgegenstände aus den Geschäften entwendet wurden, ist Gegenstand der Ermittlungen.
Darüber hinaus warfen zahlreiche Personen mehrfach Pyrotechnik und Glasflaschen auf Einsatz- und Rettungskräfte. Unter anderem wurden Beamte der Feuerwehr bei Löscharbeiten attackiert.
Insgesamt erlitten im Laufe der Nacht 23 eingesetzte Polizisten Verletzungen. An fünf Streifenwagen wurden Beschädigungen wie abgetretene und zersplitterte Außenspiegel, eingeschlagene Scheiben, verbeulte Türen und Farbschmierereien festgestellt.
Martin Lotz macht deutlich: "Wir haben festgestellt, dass losgelöst von der Versammlung mehrere Gruppen durch die Innenstadt gezogen sind, um zu randalieren, zu zerstören und die Lage zu eskalieren. Randalierer haben gezielt die Konfrontation mit der Polizei gesucht, weshalb wir bis in die Morgenstunden im Dauereinsatz waren."
Auch Polizeipräsident Johannes Hermanns äußert sich zu den Ereignissen: "Die Bilder und Videos sinnloser Zerstörung in der Stadt und insbesondere die Angriffe auf Rettungs- und Einsatzkräfte machen mich und die demokratischen Kräfte in der Stadt nachdenklich. Es ist schwer nachzuvollziehen, warum Menschen angegriffen werden, die für die Sicherheit anderer im Einsatz sind. Dafür fehlt mir jegliches Verständnis. Wir werden die festgestellten Straftaten konsequent verfolgen und alle uns zur Verfügung stehenden Ermittlungsmaßnahmen ausschöpfen."
Eine dafür eingesetzte Ermittlungsgruppe der Polizei Köln wird neben Videos und Fotos aus dem Hinweisportal (https://nrw.hinweisportal.de/~portal/de/select) auch die Bilder aus der polizeilichen Videobeobachtung auswerten. Zeugen werden darüber hinaus gebeten, sich bei der Polizei unter der Telefonnummer 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de zu melden.
Zahlen zu eingeleiteten Ermittlungsverfahren und zur Anzahl konkreter Tatverdächtiger sind derzeit noch nicht valide und abschließend. Unter anderem erwarten die Ermittler auch aufgrund des eingerichteten Portals weitere Hinweise auf mögliche Straftaten. (ph/al)
Rückfragen von Medienvertretern bitte an:
Polizeipräsidium KölnPressestelleWalter-Pauli-Ring 2-651103 KölnTelefon: 0221/229 5555e-Mail: pressestelle.koeln(at)polizei.nrw.dehttps://koeln.polizei.nrw
Original-Content von: Polizei Köln, übermittelt durch news aktuell
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Die Polizei Köln zieht nach der vergangenen Halloween-Nacht eine erste vorläufige Bilanz.
Im Nachgang zu der angemeldeten Versammlung haben Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei Samstagnacht bis etwa 1.30 Uhr die Personalien von knapp 1000 Personen einer Gruppe festgestellt, aus der Vermummte Glasflaschen, Steine und Knallkörper gezielt auf die Einsatzkräfte geworfen hatten. Im Zuge dessen hatte die Polizei unter anderem Wasserwerfer eingesetzt.
Einsatzkräfte stellten bei den Kontrollen große Mengen an Stichwaffen, Nothämmer, selbstgebaute Pyrotechnik, Molotow-Cocktails, Schutzbrillen und Vermummungsmaterial sicher.
Ein 56-Jähriger soll noch im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt werden. Er hatte zunächst während der Kundgebung Polizisten beleidigt und bei der nachfolgenden Personalienfeststellung auf Einsatzkräfte eingeschlagen. In seinem Rucksack fanden die Beamten selbstgebaute Molotowcocktails und spitze Stichwaffen.
Einsatzleiter Martin Lotz fasst die Ereignisse zur Versammlung zusammen:
"Man muss klar differenzieren zwischen vielen friedlichen Versammlungsteilnehmenden und denen, die das Recht auf Versammlungsfreiheit unterwandert haben, Wir haben festgestellt, dass Personen nach Köln gekommen sind, um zu randalieren und die Versammlung als Deckmantel für Gewalt auszunutzen.
Die Art und Weise dieser Angriffe und die aufgefundene Vermummung und Bewaffnung deuten nicht auf eine spontane Eskalation, sondern auf ein gezieltes und offenbar vorbereitetes Vorgehen hin. Damit wird nicht nur die Sicherheit von Menschen gefährdet, sondern auch das Anliegen der friedlich Demonstrierenden in den Hintergrund gedrängt. Für die überwiegend friedlichen Menschen der Versammlung ist es bedauerlich, dass ihr Recht auf Meinungsfreiheit in diesem Maße missbraucht wurde."
Halloween-Nacht - Einsatzlage Innenstadt
Unabhängig von der Versammlungslage hat die Polizei Köln insbesondere ab Mitternacht in der Innenstadt und anderen Stadtteilen vermehrt größere randalierende Personengruppen von Jugendlichen und jungen Männern festgestellt. Nach derzeitigem Kenntnisstand bestehen zwischen den Gruppen und den Versammlungsteilnehmern kein Bezug. Aus diesen Gruppierungen heraus wurde unter anderem eine Fensterfront eines Geschäfts eingeschlagen und Müllcontainer in Brand gesetzt. Zahlreiche Personen zogen E-Scooter und andere Gegenstände für Barrikaden auf die Straßen. Einsatzkräfte schritten konsequent ein, unterbanden weitere Gewalt und nahmen mehrere aggressiv auftretende Männer in Gewahrsam.
Ob Wertgegenstände aus den Geschäften entwendet wurden, ist Gegenstand der Ermittlungen.
Darüber hinaus warfen zahlreiche Personen mehrfach Pyrotechnik und Glasflaschen auf Einsatz- und Rettungskräfte. Unter anderem wurden Beamte der Feuerwehr bei Löscharbeiten attackiert.
Insgesamt erlitten im Laufe der Nacht 23 eingesetzte Polizisten Verletzungen. An fünf Streifenwagen wurden Beschädigungen wie abgetretene und zersplitterte Außenspiegel, eingeschlagene Scheiben, verbeulte Türen und Farbschmierereien festgestellt.
Martin Lotz macht deutlich: "Wir haben festgestellt, dass losgelöst von der Versammlung mehrere Gruppen durch die Innenstadt gezogen sind, um zu randalieren, zu zerstören und die Lage zu eskalieren. Randalierer haben gezielt die Konfrontation mit der Polizei gesucht, weshalb wir bis in die Morgenstunden im Dauereinsatz waren."
Auch Polizeipräsident Johannes Hermanns äußert sich zu den Ereignissen: "Die Bilder und Videos sinnloser Zerstörung in der Stadt und insbesondere die Angriffe auf Rettungs- und Einsatzkräfte machen mich und die demokratischen Kräfte in der Stadt nachdenklich. Es ist schwer nachzuvollziehen, warum Menschen angegriffen werden, die für die Sicherheit anderer im Einsatz sind. Dafür fehlt mir jegliches Verständnis. Wir werden die festgestellten Straftaten konsequent verfolgen und alle uns zur Verfügung stehenden Ermittlungsmaßnahmen ausschöpfen."
Eine dafür eingesetzte Ermittlungsgruppe der Polizei Köln wird neben Videos und Fotos aus dem Hinweisportal (https://nrw.hinweisportal.de/~portal/de/select) auch die Bilder aus der polizeilichen Videobeobachtung auswerten. Zeugen werden darüber hinaus gebeten, sich bei der Polizei unter der Telefonnummer 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de zu melden.
Zahlen zu eingeleiteten Ermittlungsverfahren und zur Anzahl konkreter Tatverdächtiger sind derzeit noch nicht valide und abschließend. Unter anderem erwarten die Ermittler auch aufgrund des eingerichteten Portals weitere Hinweise auf mögliche Straftaten. (ph/al)
Rückfragen von Medienvertretern bitte an:
Polizeipräsidium KölnPressestelleWalter-Pauli-Ring 2-651103 KölnTelefon: 0221/229 5555e-Mail: pressestelle.koeln(at)polizei.nrw.dehttps://koeln.polizei.nrw
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